In Produktion: Ihr Zugvögel

Während immer mehr Abonnent:innen ihren Weg in den Backstage-Bereich finden, arbeite ich in diesen Tagen an „Ihr Zugvögel“.

Wie manche von Euch wissen, hieß mein letztes Album » Wir Zugvögel « und entstand auf Basis von Zug-Interviews, die ich mit ingesamt 10 Menschen führte (mehr dazu hier).

Vergangenen Herbst habe ich mir den lang gehegten Wunsch erfüllt, echte Zugvögel in der Natur zu erleben. Kraniche, um genau zu sein. Ein paar Eindrücke von meiner Reise ins Diepholzer Moor gibt es hier.

Ich war tatsächlich ganz schön ergriffen beim Anblick der Kraniche, und inspiriert natürlich. Noch während meines Aufenthalts entstanden der Text und erste Melodien in meinem Kopf, ehe ich den Song gleich nach meiner Heimkehr fertig komponierte.

Was Ihr heute zu hören bekommt, ist eine rohe Fassung – ein sog. „Rough Mix“. Und damit Ihr ein bisschen nachvollziehen könnt, in welchen Schichten ich so arrangiere und produziere, stelle ich Euch heute nicht nur den Rough Mix mit Gesang zur Verfügung, sondern auch eine Version ohne Gesang und zwei besonders schöne musikalische Passagen, bei denen Streicher zum Einsatz kommen.

Wie all diese Instrumente in den Song kommen?

Ich spiele sie über ein E-Piano/eine MIDI-Tastatur ein und „schraube“ dann in meinem Audio-Programm (Logic Pro X) an der Instrumenten-Auswahl und den einzelnen Klängen.

In dem Bild links sind die verschiedene Spuren zu sehen. Wie sich beispielsweise eine Schlagzeug-Spur zusammensetzt, die ich über die Tastatur einspiele, zeigt das mittlere Bild.

Rechts ein kleiner Eindruck von den Gesangsaufnahmen gestern Abend. Habe spontan ein paar Takes eingesungen, weil ich nach sonnigen und entspannten Stunden in einer so stimmungsvollen Verfassung war.

Viel Freude Euch nun beim Reinhören:
Anke Johannsen · Ihr Zugvögel

Und noch eine Anekdote

Wer jetzt noch ein bisschen in Lesestimmung ist, für den habe ich noch diese Backstage-Anekdote:

2012 habe ich für die R+V BKK in Wiesbaden eine Warteschleife komponiert und produziert, die sich offenbar bis heute einiger Beliebtheit erfreut.

Ob es nach 10 Jahren wohl dennoch an der Zeit für neue Musik wäre? Die netten Menschen bei der R+V BKK wussten es nicht so recht einzuschätzen, also stimmten sie mit mir das folgende Experiment ab: In den letzten zwei Wochen wurde „Mühsame Warteschleife – von wegen!“ ohne vorherige Ankündigung durch instrumentale Klaviermusik (von mir) ersetzt.
Die Reaktionen der Versicherten und Angestellten ließ nicht lange auf sich warten. Ich übertreibe nicht, wenn ich von einem Sturm der Entrüstung spreche. Beinahe täglich erreichten mich weitergeleitete Nachrichten aus Wiesbaden, die von Enttäuschung und sogar ein bisschen Wut handelten.
Sieht vieles danach aus, dass die alte Warteschleife eine weitere Runde drehen wird.
Oder vielleicht überarbeite ich den Song und lasse mir noch ein paar Strophen dazu einfallen?
Was meint ihr?

Anke Johannsen · Mühsame Warteschleife – von wegen (R+V BKK)


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